Mel Kutbay

 

Mel Kutbay Mel Kutbay wurde auf der asiatischen Seite Istanbuls geboren. Noch während seiner Schulzeit in einer französischen Jesuitenschule begann er seine Karriere als Synchronkind. Man stelle sich Stars wie Jackie Cooper in Türkisch sprechend vor. Mit 19 Jahren begann er seine Ausbildung zum Journalisten, vergaß jedoch nie sein eigentliches Interesse, Filme zu synchronisieren und den Menschen die fremden Spielfilme in ihrer eigenen Sprache nahezubringen. Er sah darin eine verantwortungsvolle Aufgabe, denn in der fernsehlosen Türkei jener Zeit waren Filmvorführungen eine wichtige Informations- und Bildungsquelle.

Es folgten einige Jahre als Associated Press Korrespondent, Staatsschauspieler und Rundfunkmoderator. Dann plante Radio Kairo ein türkisches Programm und rief Mel für ein Jahr nach Ägypten. Eine Rundreise durch Europa führte ihn anschließend nach München - das Rückflugticket stets griffbereit.

Englisch, Französisch, Türkisch und 15 Jahre Erfahrung als Synchronregisseur - aber Mel sprach damals kein Deutsch. Um in seinem Metier zu bleiben, begann er in der Geräuschesynchronisation. Aus seinen 2 Wochen Ferien in München sind mittlerweile über 40 Jahre intensiver Arbeit geworden unter anderem mit Regisseuren wie Bernhard Wicki, Wolfgang Petersen, Axel Corti, Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff oder auch Jean-Jacques Annaud und Claude Chabrol.

1986 schließlich konnte Mel seinen Traum verwirklichen. Er konnte sein eigenes, speziell für die Herstellung von Sound-Effects / Geräuschen ausgebautes Tonstudio bauen.

Mels ausgezeichneter Ruf gab MELOTON einen sehr guten Start. Deutsche sowie ausländische Produzenten übergeben ihm ihre Filme nur allzu gerne, damit er einen oftmals realistischeren Ton kreiert und dramatischere Effekte zaubert, als der mitgedrehte Originalton bieten kann.

Seine Liebe und Talent zum Basteln und Handwerken kann und muss er im Studio oft genug unter Beweis stellen - oder an seinem Oldtimer